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Spielbericht 06. Spieltag: SV Wellenkamp/Itzehoe – FC Burg

SV Wellenkamp/Itzehoe – FC Burg (3:3)

Unsere Achterbahnfahrt geht weiter. Zwar waren wir verletzungsbedingt nicht optimal aufgestellt, aber dennoch brachte unser Trainer Jew eine gute Anfangsformation auf den Rasen. Für Ben Lukas Mevs (Verletzung an der Hand) wechselte Tim Glüsing ins Tor. Auch Mika Achenbach fehlte weiterhin.

Beim ersten Blick auf die Tabelle sollte die heutige Begegnung eine klare Angelegenheit für uns werden. Die Wellenkamper standen mit nur einem Pünktchen auf dem vorletzten Tabellenplatz. Wir, zwar nicht super in die Saison gestartet, fanden uns auf dem  fünften Platz mit Tuchfühlung nach oben. Alle Konkurrenten ließen an diesem Spieltag federn, so dass ein Big Point aus Itzehoe zu entführen wäre.

1. Halbzeit

Doch daraus wurde nichts. Wir begannen wie in den bereits absolvierten Partien dominant und offensiv. Im Spielaufbau erarbeiteten wir uns gute Kombinationen, die teilweise extrem schnell herausgespielt wurden – leider oftmals beim letzten Pass auch etwas zu schnell für unsere eigenen Leute.

Nach mehreren Großchancen durch Florian Weinrebe, Morten Paulsen oder Melvin Tönsing kamen wir in der 16. Minute endlich zur ersehnten Führung. Nach einem sehr gut getretenen Freistoß aus dem linken Halbfeld fand der Ball den Kopf von Melle Tönsing. Der Ball wurde wuchtig ins Netz katapultiert. Unfassbare Freude.

Für seinen Gefühlsausbruch wurde Tjalf Fanger, der sich als Ersatzspieler von der Bank löste, um quer über den Platz zu laufen, anschließend durch den guten Schiedsrichter Niels Andresen zur Ordnung gerufen.

Knapp zehn Minuten später musste Morten Paulsen verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Er erhielt einen harten Pressschlag an seinem Bein. Für ihn kam Nikolaj Janborisov früh in die Begegnung.

In der ersten Halbzeit tat sich nicht mehr viel. Mit der völlig verdienten 0:1 Führung verließen beide Teams für eine Erfrischung das Geläuf.

2. Halbzeit

Wie soll man das bloß erklären, was in der zweiten Halbzeit passiert ist? Anstatt, dass wir zeigten, was wir können, passten wir uns zusehends dem Spiel des Gegners an – schlimmer noch, wir ließen uns das Heft derartig aus der Hand nehmen, dass der SV Wellenkamp sich ein deutliches Chancenplus erarbeitete.

Durch gezielte Nadelstiche gelangen uns zwar weiterhin Nadelstiche in der Offensive, allerdings fehlte uns noch zu häufig das nötige Timing, um erfolgreicher zu sein.

In der 56. Minute gelang Vladimir Mostovoj ein unhaltbarer Freistoß aus naher Distanz. Tim im Tor hatte hierbei keine Chance.

Am Spielgeschehen änderte sich leider wenig. Knapp 20 Minuten später in der 77. Minute erzielte Mansor Ndiaye sogar der Führungstreffer für den SV Wellenkamp. An der Außenlinie fühlten wir uns wie in einem Albtraum.

Einer der jüngsten fasste sich jedoch ein Herz und trieb den Ball –wohl mit sehr viel Wut im Bauch- über die linke Außenbahn in den Sechzehner und schloss  selbst ab. Hut ab vor dieser Courage und dem Arsch in der Hose von Josef Wand. 2:2.

Erst jetzt schienen wir wirklich wach zu sein. Wir stürmten auf ein Tor. Plötzlich funktionierten sogar einige im Training einstudierte Varianten im Spiel nach vorne. Es schien, als würden wir uns endlich einmal für unsere Mühen in der Vorbereitung belohnen zu können.

Doch leider kam auch dies anders. In der 87. Spielminute wurde den Wellenkampern erneut ein Freistoß an der Sechzehnerlinie zugesprochen. Zuvor sah sich Ricardo Möller in der Abwehr zu einem taktischen Foul gezwungen, da gleich drei gegnerische Offensivleute auf unser Tor zusteuerten. Somit musste Ricardo das Spielfeld mit einer glatt roten Karte vorzeitig verlassen. Eine unstrittige Entscheidung.

Wieder war es Vladimir Mostovoj, der den Ball stramm aufs Tor schoss. Zunächst gelang es Tim, den Ball noch an die Latte zu lenken, doch der Ball prallte von dort hinter die Linie. Es war einfach nur unfassbar.

Es waren nur noch drei Minuten zu gehen. Und nach dem Wiederanstoß fasste sich wieder jemand ein Herz; Bjarne Krey machte das, was bis dato längst hätte passiert sein können. Ziemlich schnörkellos, aber ebenfalls mit viel innerer Überzeugung haute er das Ding in die Maschen. 3:3.

Kurz darauf war Schluss. Die Demütigung stand uns noch lange Zeit nach Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Nun wird es aber wirklich Zeit, den Schalter umzulegen, hart zu arbeiten und damit wieder in die Erfolgsspur zu gelangen.

Am Freitag, 21.09.2018, 20:00 Uhr erwarten wir im Waldstadion den Münsterdorfer SV, der derzeit auf dem letzten Platz steht.

Also auf geht’s Jungs! Bauch rein, Brust raus!

Bosse Petersen kommt dazu

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