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Geschichte

 

Geschichte des FC Burg 

von Dieter Voß

Die Geschichte des FC Burg e.V. beginnt schon vor dem ersten Weltkrieg.

Also 1913:

Die Beamten, Techniker, Angestellte und Arbeiter des Kaisers – Wilhelmkanals und der Hochbrücke Hochdonn brachten Fußballsport aus allen Teilen des damaligen Kaiserreichs in unsere Region.

Bevor sich die Burger Jugend auch für diese Sportart begeisterte, spielten sie alle in ihrer Freizeit eine Art Betriebsfußball.

Dann spielten die Jugendlichen Burger und die Beschäftigten der Baustellen gegeneinander.

Am 1. Mai wurde der Fußballverein zunächst unter dem Namen „Bökelnburg“ gegründet.

Durch den ersten Weltkrieg sind viele Aufzeichnungen der Gründung und die ersten Jahre nach der Gründung verloren gegangen.

Doch schnell fanden sich Fußballer und Jugendliche des Ortes und wollten den Verein wieder schnell auf die Beine stellen.

Bis 1926 spielte die Mannschaft mit den Namen Verein „Bökelnburg“.

Wann der Verein umbenannt wurde, weiß man nicht. Nur in einem Protokoll von 1928 taucht erstmals der Name FC Burg auf.

Schon damals waren die Vereinsfarben Grün – Weiß.

1930 waren schon eine Herren-, eine Junioren- und eine Schülermannschaft im Spielbetrieb.

Der treueste Spieler und langjährige 2. Vorsitzende war, der im Kreis bekannte Schumachermeister, Heinrich Besel.

Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges wurde mit mehr oder weniger Erfolg gespielt.

Laut Protokoll trafen sich am 09.10.1945 die alten Fußballfreunde wieder. Sie zählten nun 30 Mitglieder.

Schon 14 Tage später hatte der FC Burg 18 Neuaufnahmen zu verzeichnen.

Am Spielbetrieb nahmen zu dieser Zeit die Ligamannschaft, Reserve, II. Herren, alte Herren und Jugendmannschaften teil.

Da der Verein noch nicht wieder neu ins Leben gerufen war, kamen noch andere Sportarten hinzu.

Zum Beispiel: Leichtathletik,  Tischtennis, Boxen, etc.

Es war aber nur eine Übergangszeit, denn in der heutigen Zeit wird wieder nur Fußball gespielt.

Es war der 28.11.1946: Der FC Burg wurde unter der Nummer 46 im Vereinsregister beim Amtsgericht Brunsbüttel registriert.

1949 wurde der Sportplatz überplant und in mühevoller Arbeit, an der sich viele Burger freiwillig beteiligten und mit Hilfe von Sportförderungsmitteln, neu gestaltet. Zur Einweihung spielte eine Prominentenauswahl des NWDR (heute NDR) gegen den FC Burg. Schiedsrichter war der damalige Europameister im Schwergewichtsboxen Hein ten Hoff, moderiert wurde das Spiel von dem  später sehr prominenten Regisseur Jürgen Roland. (TV - Stahlnetz und Tatort) Auch gaben sich die Spitzenmannschaften der Schleswig-Holstein Liga TSV Brunsbüttel und Gut-Heil Neumünster die Ehre, vor einigen tausend Zuschauer den Platz einzuweihen. Damals wurde auch mit der Gemeinde Burg ein langfristiger Pachtvertrag abgeschlossen, der heute noch trotz einiger Änderungen seine Gültigkeit hat. Über die Großzügigkeit der Gemeinde Burg zur Unterstützung des Sportbetriebes ist der FC  sehr dankbar. Die   I. Herrenmannschaft spielte damals in der Kreisklasse A, die in die Staffeln Norder- und Süderdithmarschen aufgeteilt waren. 1953 fand das erste Pfingstpokalturnier statt, das über Jahrzehnte großen Anklang fand. Hier trafen sich Spitzenmannschaften der Westküste und aus dem Hamburger Raum.

Im Jahre 1954 feierte der FC Burg unter dem Motto "40 Jahre FC Burg" sein Vereinsjubiläum. Ab 1959 gab es  eine Kreisklasse für ganz Dithmarschen. Burg I und Burg II erreichten in ihren Klassen in diesen Jahren achtbare Ergebnisse und in der Spielserie 1962 / 1963 den lange ersehnten Aufstieg in die Bezirksklasse.   Es trugen sicherlich die in diesen Jahren von vielen Senioren  und Jugendlichen besuchten Lehrgänge an der Sportschule Malente Früchte. Ende der 50er Jahre wurden erstmalig sportärztliche Untersuchungen durchgeführt und für die Versicherung der Spieler Sportgroschen über das Eintrittsgeld abgeführt.

1963 übernahm der DFB geprüfte Trainer Walter Maahs die Mannschaft bis zum Jahre 1966. Er führte knallharte Trainingsbedingungen und taktische Schulungen ein. Der Erfolg zeigte sich sofort durch Spitzenplätze in der damaligen Bezirksliga. Maahs trainierte anschließend mehrere Mannschaften in der Regionalliga Nord und wurde dann über einige Jahrzehnte mit viel Erfolg Hauptgeschäftsführer (heute Manager) des Bundesligavereins Borussia Dortmund.

Von 1966 bis 1970 übernahm Sportfreund Erich Steup die Trainingsleitung. 1968/ 1969 wurde die Landesliga Süd gegründet, in der der FC auf Grund der guten Placierungen über Jahre in der Bezirksklasse West aufgenommen wurde und sofort die Herbstmeisterschaft erringen konnte, allerdings die Spitzenstellung in der Rückserie abgeben musste.

Von 1970 bis 1972 leitete Karl-Heinz Kock das Training und übernahm die Betreuung der Mannschaft. In dieser Zeit war das Bestreben, die Spielklasse zu erhalten, was dann auch trotz großer Gefährdung mit viel kämpferischem Einsatz gelang.

Die Landesliga Süd seinerzeit ist in etwa mit der heutigen Verbandsliga zu vergleichen, allerdings erheblich höher einzustufen, da es eine zweigeteilte Liga auf Landesebene war, die Verbandsliga   heute  ist viergeteilt.  Die Auswärtsfahrten mit einem Bus  waren sehr aufwendig  und für den Verein auch sehr teuer. Die Fahrten starteten morgens um 10 Uhr und nicht selten waren Spieler, Betreuer und Fans erst gegen 20 Uhr zu Hause.   

Im Jahre 1972 übernahm Sportfreund Gerd Krogh aus Itzehoe die Betreuung der Ligamannschaft. Auf Grund der jahrelangen guten Jugendarbeit drängten immer mehr Jugendliche in die Seniorenmannschaften und auch auf Grund des in der Zwischenzeit erlangten guten Vereinsrufes kamen  erstklassige Spieler aus den Kreisen Dithmarschen und Steinburg zum FC. Die I. Mannschaft wurde dadurch erheblich verstärkt und nicht nur die zweite Mannschaft ständig zum Spielbetrieb gemeldet, sondern auch über 25 Jahre lang eine III. Mannschaft. Die II. spielte über Jahre in der Bezirksliga (heute Kreisliga West) die III. in der Kreisliga Dithmarschen. (heute Kreisklasse A Dithmarschen)

Die Serie 1973 /1974 brachte dann einen in der Landesliga Süd noch nicht erlebten Siegeszug des FC, der unserer I. Mannschaft bereits 5 Spieltage vor Abschluss der Spielserie den Aufstieg in die Verbandsliga (heute Schleswig-Holstein Liga) brachte. 

Durch die Erfolge der Mannschaft stiegen die Zuschauerzahlen bei Heimspielen ständig an, allein noch in der Landesliga Süd besuchten über 1200 Fans das Lokalderby gegen TuRa Meldorf in Burg. In der höchsten Spielklasse Schleswig-Holsteins besuchten durchschnittlich 550 Zuschauer die Heimspiele.

Auch im DFB Pokal kam der FC unter die letzten Vier des Landes und scheiterten erst im Halbfinale gegen den  aus der Regionalliga Nord abgestiegenen VFR Neumünster mi 2:3 Toren. In Burg, so kann man  ohne Übertreibung sagen, war das Fußballfieber ausgebrochen. Trotz eines guten 12. Abschlussplatzes  in der Tabelle (von 18 Mannschaften) musste der FC auf Grund Verkettung unglücklicher Umstände leider absteigen.

Eine alte Fußballweisheit sagt: "Es ist leichter auf- als abzusteigen". So erging es auch dem FC Burg. Über viele weitere  Jahre wurden in der Landesliga Süd Spitzenplätze, aber nicht wieder der Aufstieg, erreicht.

Nach Krogh waren viele namhafte Trainer bis 1990 im Einsatz – Neukirch, Bernsee, Eichler, Anker, Knudsen, Leifsson

1989 feierte der FC Burg das 75. Vereinsjubiläum.

In diesem Jahr stieg die I. Mannschaft in die Bezirksliga und später dann auch in die Bezirksklasse ab. Gleiches widerfuhr auch der II. und III. Mannschaft, die sich in der Kreisklasse A und B wiederfanden. Die I. Mannschaft bestieg den Fußballfahrstuhl,  stieg auf und wieder ab, ebenso die II. Mannschaft. Die III. musste mangels Spieler einige Jahre später abgemeldet werden.

1997 wurde das Waldstadion mit erheblichen Eigenmitteln, Eigenleistungen, sowie mit Hilfe von Sponsoren, dem LSV und der Gemeinde Burg mit einer neuen Flutlichtanlage ausgestattet. Mit Hilfe der Gemeinde konnten  die Heizungs- und Duschanlagen erneuert werden. Über dem Gebäudeteil, das die Umkleidekabinen beinhaltet, wurde das  Jugendzentrum errichtet, gleichzeitig bekam das Hauptgebäude ein neues Satteldach.

In den weiteren Jahren gab es einige "Turbulenzen" im Verein, die immer wieder durch den Einsatz aktiver und besonnener Helfer, Freunde und Fans geglättet wurden, die den Verein zurück in ruhiges "Fahrwasser" führten.

1994 feierte der Verein mit großem Programm den 90. Geburtstag.

Über Jahre wurde im Herbst die GRÜN-WEISSE-NACHT im Vereinslokal und im Sommer auf der Freilichtbühne die OLDIE NACHT mit viel Erfolg durchgeführt. Seit bald 20 Jahren betreuen mit großer Hingabe "Pink" Ingo Nagel die Mannschaft und Silvia Lenz  das Vereinsleben.

Vor einigen Jahren wurde der Aufenthaltsraum im Vereinshaus  am Sportplatz in Eigenleistung und mit Hilfe von Bar-  und Sachleistungen durch Sponsoren völlig neu gestaltet und total modernisiert.

Ende des Jahres 2011 wurde der Vorstand des Vereins fast völlig neu gewählt. Vorrangig sollte die schlechte sportliche und finanzielle Situation konsolidiert werden. Dieses ist auch kurzfristig im finanziellen Bereich gelungen und abgeschlossen. Auch im sportlichen Bereich befand sich die erste Mannschaft dank des engagierten Trainers Frank Svendsen auf dem besten Weg die "Kurve" zu kriegen und spielet in der Saison 2012/2013 im ersten Drittel der B Klasse. Ziel war es natürlich, langfristig die Mannschaft wieder in höhere Spielklassen zu führen. Eine II. Mannschaft gab es in jener Spielzeit allerdings noch nicht.

Durch die Geburtenrückgänge und Zuwendung der Jugendlichen zu anderen Interessen konnte der FC Burg, wie viele andere Vereine auch, keine Mannschaften im Jugendbereich durchgängig besetzen. Es ging nur über Spielgemeinschaften mit anderen Vereinen. Nach Aufkündigung der Zusammenarbeit mit der SG Klevhang wurde eine Spielgemeinschaft im Bereich E, F und G mit dem SV Hochdonn und eine Spielgemeinschaft in den Altersklassen B, C und D mit dem BSC Brunsbüttel und dem SV Hochdonn eingegangen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten lief die Zusammenarbeit zwischenzeitlich immer besser.  Ein Problem in diesem Bereich war es jedoch, entsprechend engagierte Trainer für den Spielbetrieb zu gewinnen.

Im Jahre 2014 wurde der FC Burg 100 Jahre alt. Dieses Jubiläum wurde in unserem Vereinslokal, dem Holsteinischen Haus, gebührend groß gefeiert. Viele ältere Weggefährten und -nach wie vor- begeisterten Anhänger und Spieler, die den FC in den 60'er und 70'er Jahren groß gemacht haben, fanden, teilweise von sehr weit her, den Weg zu den alten Wurzeln. Eine unvergleichliche Woche mit vielen Veranstaltungen bildete ein rundum gelungenes großes Jubiläum. Eines der vielen Highlights war sicherlich der Besuch des ehemaligen Sportkameraden Walter Maahs, der über viele Jahre das Training des FC leitete und später Boss beim Bundesligisten Borussia Dortmund wurde. Er überreichte ein handsigniertes Trikot der Borussen einschließlich des damaligen Trainers Jürgen Klopp!

Nach dem Jubiläum blieb der so oft erstrebte und ersehnte Aufstieg bis heute verwehrt. Meist eher durchschnittliche Rückrunden und viele verletzungsbedingte Ausfälle ließen uns immer wieder ins Mittelfeld der Tabelle zurückrutschen. In der jüngsten Vergangenheit verließ dann Trainer Frank Svendsen den Verein. Auch seinem Nachfolger, Hartmut Wiechert, gelang es nicht, den FC wieder in die Erfolgsspur zurück zu bringen. Bereits nach wenigen Spieltagen in der Saison 2016/2017 verließ auch er den Verein. Seitdem trainierte Herrenobmann Sven Grund und der verletzte Dauerbrenner und Vorstandsmitglied Dirk Idem die Mannschaft. Mit viel Mühe und Glück gelang es ihnen, den angeschlagenen Verein in der neu gegründeten B-Klasse zu halten.

Seit der Saison 2017/2018 wird unsere erste Mannschaft von Trainer Jewgenij Neu aus Barlt trainiert. Wir hoffen, auch durch vielerlei hochkarätige Neuzugänge, nun endlich den Aufstieg zu erreichen. Die Zeichen hierfür stehen gut, denn die erste Mannschaft ist mit viel Personal sehr breit aufgestellt. Seit zwei Spielzeiten gibt es zusammen mit dem benachbarten SV Quickborn Brickeln wieder eine zweite Mannschaft. 

Im Jugendbereich ist dem FC Burg eine beeindruckende Kehrtwende gelungen, denn seit der Saison 2017/2018 stellt der FC von der G- bis zur A-Jugend wieder einen kompletten Jugendbereich in eigener Regie. Eine Marke, die weitaus nicht in jedem Verein zu finden ist.

Allen Sportlern, jung und alt, sowie allen Mitgliedern, Freunden, Sponsoren und Fans des Vereins, dankt der FC Burg für den sportlichen Einsatz, für die Liebe zum Verein und für die großen, oftmals über viele Jahre dauernden finanziellen und sachlichen Zuwendungen.

 Voran FC!

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